Wednesday, 17. december 2008 3 17 /12 /Dez. /2008 12:26
Hey!
Lange nicht gemeldet und trotzdem noch am Leben. Meine lange Abwesenheit laesst sich leicht mit zwei Sachen erklaeren: Uni und Gitarre. Das ist grade mein Alltag und irgendwie koennt ich mich dran gewoehnen. zudem dominiert zeitmaessig die Gitarre(=

Ich hatte vor zwei Tagen eine praktische Pruefung in Geologie und durfte Mineralien von metamorfen und magmatischen Steinen unterscheiden, die chemische Zusammensetzung wissen und die Namen, logischerweise. Lief gut. Bestanden hab ich. Nur das Lernen bestand eigentlich nur in dem staendigen durchatmen und sich sagen: "Jetzt fang ich an" bis dann doch die Gitarre so unschuldig  und flehend mein Erbarmen erlangte oder ich mal wieder meinen Messenger nicht ausgeschaltet hab und doch irgendwer online war und mich vor chemischen Formeln rettete.
 
Davon mal abgesehen hab ich dafuer gesorgt, das meine Erkaeltung nicht ausbricht und mir mit Cola und Kaffee die Naechte um die Ohren geschlagen, weil ich dann KOMISCHERWEISE nicht mehr schlafen konnte. Wieso nur???
Die Suche nach Weihnachtsgeschenken ist ja auch eine Tagesbeschaeftigung und so langsam verabschiede ich auch mit gemeinsamen Kochabenden und Tapasessen die Leute, die wie ich ihre Zeit zuhause verbringen...

Nur noch 4 Tage und dann bin ich in Berlin. Und das sogar bis zum 10.1.!!! Ich freue mich, Familie Freunde und gewohnte Umgebung um mich zu haben und vielleicht Schlittschuhfahren zu gehen oder zu rodeln--- wo ich das schreibe, merk ich erst mal, wie seltsam das bei staendigen Sonnenschein eigentlich klingt(=
Hier ist noch immer keine Weihnachtsstimmung ausçfgekommen, trotz des Adventskranzes von Raymund(danke noch mal!!!) und Gluehweintrinken und Kloesse essen.
Vielleicht wird das, wenn ich in Sevilla bin, besser, morgen oder Freitag werd ich da die letzten Tage vor meiner Abfahrt verbringen und die Stadt unsicher machen(=
Ich kenne ja Sevilla nur bei Nacht und bin gespannt, wies mir gefallen wird.

Dann bleibt nur noch das Problem mit meiner Gitarre im Flugzeug. Ich will sie mitnehmen, da ich glaub ich keine 3 Tage mehr ohne sie aushalte aber ich hab weder Hardcase um sie in den Bauch des Flugzeugs zu packen und zudem Angst, dasihr was passieren koennte-man hoert da da die furchtbarsten Geschichten(-;
Falls jemand von euch schon mal erfahrung gesammelt hat was den Transport einer Gitarre imHandgepaeck anbelangt, bin ich ueber eine Meldung mehr als Froh. Sonst werd ich wohl einfach auch stur machen muessen und darauf plaedieren, das ich mit Nachdruck und der noetigen Freundlichkeit sowie Sprachkenntnis durch den Check-in komme.

Wuenscht mir und Johnson Glueck!
Und ab Sonntag hab ich dann auch wieder mein Handy an(=
Ich freu mich auf euch, vieeeel Gluehwein und hoffentlich Schnee(((=
Bis ganz bald, Hannah
von Minina
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Saturday, 6. december 2008 6 06 /12 /Dez. /2008 01:05

Nach fast einer Woche in Portugal bin ich wieder gut in Cadiz angekommen und merke, wie es in großen schritten auf Weihnachten zugeht. Zunächst einmal schmücken auch die Spanier ihre Strassen mit kitschigen Weihnachtsmännern auf Schlitten und in einigen Geschäften blinken die Weihnachtsbeleuchtungen, aber vor allem wächst die Unlust in Uni zu arbeiten. Puentes sind Brckentage, und daran mangelts jetzt nicht im Dezember. Aber uch besser so, weil ich muss fr meine erste Prfung lernen. Geologie-Praktikum-Memory-mit-Steinen-spielen. Wird schon irgendwie, aber nicht nur die Namen sind neu, sonder ungeliebte chemische Formeln müssen in meinen Kopf. Aber zum Glck gibt es ja noch Johnson, der mich ab und zu mal anlächelt und mit dem ich dann einoder zwei Lieder spiele... oder eher AUF ihm- er darf jetzt nicht mehr raus, mittlerweile ists auch hier kälter geworden, und dafür muss ich ihn jetzt öfter spielen, damit er nicht ungnädig mit mir wird.


Aprospros gnädig: hehe. Ich war in Fátima, einem Wallfahrtsort in Portugal, etwas nördlich von Lissabon und hab meinen Fahrer der Mitfahrgelegeheit besucht. Nach drei Tagen Fahrt von Deutschland nach Cadiz hat man sich etwas kennengelernt und er hat mich nach Fatima eingeladen, so eine Einladung sollte man einfach nicht abschlagen. In Fatima soll 1916/17 sechs mal die Jungfrau Maria erschienen sein und ihre Botschaft, die Welt mit Gebeten zu verbessern, verbreitet haben. Seitdem, aber auch gegen Ende der 6 Erscheinungen ist es zu einem Pilgerort geworden und mittlerweile schon ziemlich touristisch. Aber sie haben eine schöne Kirche errichtet und trotz des andauernden Regens konnte ich die Landschaft und auch die Spiritualität des Ortes geniessen. 
Was mir am meisten imponiert hat, war der Besuch eines Klosters an der Küste vom Caramelitas-Orden. Die Nonnen leben 10 km von der Küste entfernt und werden das Meer wohl trotzdem nie sehen. Hinter Gittern durften wir mit zwei Nonnen reden, aber egal was sie sagten, ihre strahlenden Augen sprachen mehr als alles andere.
Sie meinten, es gäbe drei Dinge, die sie bräuchten: Ausreichend Schlaf, gutes Essen und Fröhlichkeit(Alegria). Wenn eines Fehle, wäre es nicht so schlimm, aber bei zwei Dingen wird’s dann kritisch.
Ich werd nicht zur Nonne, keine Sorge(=

Von Lissabon hätte ich ein wenig mehr erwartet. Es scheint als ob die beste Zeit vor 20 Jahren war und Lissabon nur noch ein Schatten seiner selbst ist. Die gekachelten Häuser verfallen und werden von Neubauten substituiert, die Strassenbahnschienen, die die so typischen Bahnen durch die Innenstadt bewegten, werden zugeteert und die alten Rumpelbahnen fahren scheinbar nur noch verirrte Touristen, wie ich es eine war.
Lissabon ist eine schöne Stadt, keine Frage, mit wunderschönen Blicken auf den Tajo und durch Glück durfte ich kostenlos ein Konzert eines portugiesischen Jugendchors in einer wunderschönen Kathedrale sehen, Messias von Händel. Hmmm... hat mich gleich an meine Zeit in der Berliner Jugendkantorei errinnert. (=
Und dann gings wieder zurück- nach Cadiz.- 12 Stunden Fahrt im Bus mit 2x umsteigen und 2 Leuten, die bei der Grenzkontrolle des Busses kostenlos in die nächstgelegene portugiesische Stadt gefahren wurden. - Von der Polizei. Ich war nicht darunter, aber unter den Fahrgästen wurden dann noch schnell die Tips ausgetauscht, wie man unbemerkt und ohne Pass rüberkommt. Mit dem Boot... (= Das nennt man dann mal Nächstenliebe(-;

In Portugal hab ich viel Kraft geschöpft, die ich denke ich jetzt gut gebrauchen kann. Bis Weihnachten ist es zwar nicht mehr lang, aber ich freu mich wirklich schon sehr auf Familie, Freunde und eine gewohnte Umgebung, ohne Stress und vielleicht sogar mit Schnee???

In weihnachtlicher Vorfreude schöne Nikolausgrüße
Die Hannah(=






  
von Minina
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Wednesday, 19. november 2008 3 19 /11 /Nov. /2008 21:48

Warum dreht sich eigentlich die Erde um sich selbst und der Mond nicht?

Solche und noch viel unsinnigere Fragen stellt man sich wohl nur, wenn man 13 h Uni hinter sich hat. Scheiss Spanier. Unmögliche Stundenpläne, die die entwickeln! Ach nein, das war ich ja selbst. Nun ja, diese Woche und auch die letzte waren trotz weniger Vorlesungen irgendwie ziemlich anstrengend.

Diese Woche nehme ich an einer Konferenz(die 4. jetzt schon, in Spanien, und bisher die interessanteste und beste) zu Aquakultur und Fischerei in Lateinamerika und Spanien teil. Deshalb bleib ich bis 20 Uhr in der Uni, wär ja kein Problem, nur man hat ja auch Vorlesungen und Praktika.

Das Praktikum, was ich in Geologie habe, ist zudem ein 4-Stunden-Memory-Spiel. In Kästen sind jeweils 25 Steine oder Mineralien und dazu darf man sich dann die Namen und Eigenschaften merken. In unserer Gruppe spielen wir dann Memory, einer nimmt einen Stein raus und die anderen müssen "raten"-was natürlich wissen heissen sollte(=

Macht Spass, und trainiert das (Kurzzeit)Gedächtnis.

Diese Woche nehme ich an einer Konferenz(ist jetzt schon die 4. - irgendwie mag ich Konferenzen((=, und zudem ist dies die beste, die ich bisher gehört hab) zu Aquakultur und Fischerei in Mittelamerika(Juheee!!) und Spanien teil. Man hat unglücklicherweise die Nachmittage bis 20 Uhr als Termin ausgewählt, und so darf ich mehr als 12 Stunden in der Uni verbringen. Ist aber interessant und jedesmal wenn ich das Wort "Guatemala" fällt, bin ich wieder hellwach. ("WO??? Fahr ich da jetzt hin???") Sonst hält mich vor allem mein sinkender Idealismus, man könnte es auch Naivität nennen davon ab, einzuschlafen. Hier wird Umweltschützern als drittgrößte GEFAHR für die Aquakultur geredet udn diskutiert, wie man am besten seine Produktion synkronisiert(das heisst, die Eiablage kontrolliert) und welche Hormone man zugeben muss, um die verfühte Geschlechtsreife der Fische(die durch Stress verursacht ist) zu kompensieren. Tolle Sache, alpha-gonatropin-... ist billiger!!! wow... Saubergemacht werden die Basins, weil sonst die Produktion Schaden nimmt und Antibiotika sowieso nur prophylaktisch, denn wenn einmal eine Krankheit ausbricht, ist die "Ernte" hin.

Am abschreckendsten fand ich die Bilder der schwimenden Aquakultur, die so voller Fische war, das man hätte drauf gehen können. Das motiviert mich dann, eine der größten Gefahren der Aquakultur zu werden.(-;

Wenn ich aus der Uni komm, ist es schon ziemlich kalt... bestimmt so 8 Grad.. die Spanier zittern schon, ich hoff das ist ein Zeichen, das es nicht viel Kälter wird.(= Im Moment sitz ich mit einer Decke da, aber viel mehr hab ich auch nicht, dann müsst ihr vorbeikommen und mich wärmen!!!

Böse Spanier - Am Sonntag war ich so schön Salsa tanzen, Rueda, die Form des Salsa, wo alle zusammen tanzen und man sich von einem Partner zum nächsten in der Runde rumtanzt. Einer ist der Ansager und schreit die Form, die getanzt werden soll. Ist lustig und ziemlich chaotisch. Zumindest wenn man die Schritte nicht kennt(=. Beim Verlassen der Bar durfte ich dann feststellen, das ich ein Rad( =Rueda) weniger hab. Eigene Schuld, weil ichs nicht angeschlossen hab, aber so durfte ich mein Rad von der einen Ecke von Cadiz in die andere tragen, was nicht grade nah ist, aber 1. ich wollte ja Sport machen und 2. mein Fahrrad ist ein Rennrad, die wiegen ja bekanntlich nciht so viel(=

So darf ich mir nächste Woche wohl irgendwie ein Vorderrad besorgen...diese Woche geht ja mal gar nichts.

Ich vermiss euch

Alles Liebe

Hannah

von Minina
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Monday, 10. november 2008 1 10 /11 /Nov. /2008 16:21

Nach den Herbststürmen in Cadiz ist jetzt wieder das gute Wetter und die Ruhe zurückgekehrt. Nun ja. Ruhe ist relativ, direkt vor meinem Fenster steh ein fetter Kran, der den großen Kran abbaut. Hmmm.. aber fertig sind die noch lange nicht mit der Markthallensanierung... ob das eine Reaktion auf die Wirtschaftskrise ist??? Von der bekommt man hier aber auch nichts mit, wenn man so wie ich die „Cuarenta Principales“ = „Top 40“ im Radio hört und Zeitschriften nicht ins Haus kommen.


Die spanischen Sänger im Radio sind manchmal grauselig, fast so schlimm wie die Karaoke in Granada, dazu später noch was.- Man kann froh sein, wenn Shakira aus dem Radio jodelt, fast alle Charts sind Schlagerniveau... aber die Sprache machts wieder wett.


Ich merke irgendwie, das die Zeit, die ich an der Uni verbringe, stetig weniger wird und ich glaube ich werde faul.(= Ich hab Donnerstag und Freitag frei, Montag bald nur noch 2 h--- dafür aber Dienstag und Mittwoch relativ voll. Besser so, irendwie muss ich ja die ECTS-Punkte zusammenkratzen... das ist überhaupt das Hauptthema, wenn man auf einer Erasmusparty ist, und wann man denn wieder irgendwo hin fährt. Erasmusparties sind meinerseits ziemlich rar, weil ich mich dann doch ziemlich aus diesem Kreis raushalte und mit den Spaniern lieber unterwegs bin.. ausserdem bin ich gern zuhause, spiel Gitarre oder schreibe. Ein wenig Zeit für mich ist nach dem letzten Jahr in Greifswald doch gut und nötig. Einen voll gepackten Stundenplan und wenig Freizeit hatte ich lang genug. Und trotzdem ich wenig mache, ist meine Energie relativ bald aufgebraucht, ob das an der Sprache liegt oder einfach an meiner Faulheit hab ich noch nicht rausbekommen... vielleicht muss ich auch mal eine Siesta einführen... GUTE idee!(=

Weshalb ich in Granada war, fragst du dich? Hihi, ich hab mich für ein Stipendium beworben, und es bekommen. In Granada war ein Kongress zu „Freiwillige in Andalusischen Universitäten“ und meine Uni hat 35 Stipendien vergeben, für Studenten, die schon mal freiwillig gearbeitet haben und derzeit in einer Freiwilligenorganisation tätig sind. Hab mich auf gut glück mit spanischer Bewerbung und Lebenslauf beworben und am Dienstag die Nachricht bekommen, das ich am Mittwoch um 17 Uhr nach Granada fahren werde, Transport, Mittagessen und Unterkunft inklusive, Abfahrt gegenüber der „Residencia“. Nach einer Stunde Durch-die-Wohnung-springen hab ich festgestellt, das ich gar nicht weiss, wo denn die Residencia ist. Residencia heißt so viel wie Altenheim oder Unterkunft und davon gibt es 10 in Cadiz. Eine Bushaltestelle müsste ja auch in der Nähe sein, das begrenzte das ganze dann auf 3. Eine Mail und einen Tag später hab ich erfahren, das die Gaditaner das Krankenhaus die „Residencia“ nennen, was aber kein Nicht-Gaditaner wissen kann. Nunja. Die Spanier aud den anderen Ecken Spaniens hatten auch Probleme(=, aber ich blieb die einzige Erasmusstudentin, was mir drei Tage fast ausschließlich Spanisch-sprechen beschert hat.


Am ersten Tag fuhren wir 6 h mit zu kalt gestellter Klimaanlage, ich mit ziemlichem Schlafmangel, wegen der Geburtstagsparty eines Italieners am Vortag und Uni um 8:30 bis 15 Uhr, an Schlaf war wegen der Kälte nicht zu denken, und nach dem dritten Mal bitten um ein paar Grad mehr im Bus hab ichs aufgegeben. So durfte ich dann Ivan, Paco und Maria kennenernen, die ich dann auch die nächste Tage fast ständig um mich hatte.


In Granada angekommen, durfte ich feststellen, das mit meinem neuen Fast-veganen Essstil in diesem Land nicht viel zu holen ist. (Im Moment ess ich keine Milchprodukte, um auszuprobieren, ob ich eine Laktoseunverträglichkeit habe---ich hoffe nicht, ich LIEBE Käse.../-: ). Die Tapas in der ersten, sowohl in der zweiten Bar bestanden so gut wie ausschließlich aus Brot für mich, mit Hunger eine schlechte Sache. Da mussten dann doch die Langustinos für mich herhalten((= *lecker * . Völlig kaputt schleppte ich mich dann durch die Stadt hinter der Gruppe von Bar zu Bar her und beschloss dann um 2, doch mal nach Hause zu gehen. Das im mit ein paar Leuten im Nachbarzimmer weiterfeierte, wird jetzt mal nicht erwähnt...(-;


Der Unterschied zu den Spaniern bestand dann darin, das ich auch wirklich zur ersten Konferenz erschien. Nach 10 Stunden Konferenz hatte ich dann genug gehört, wie gut denn ein Freiwilliger ist, das er einen großen Beitrag leistet und viel bei seiner Arbeit lernt. So gut wie nichts neues war dabei, nur der „Markt der Möglichkeiten“ am Rande der Veranstaltung gefiel mir. Am Abend dann wieder Tanzen, Feiern, Trinken, Karaoke, Shisha(ganz typisch für Granada), Tapas(und diesmal auch vegan!!!) und meinerseits etwas mehr Energie, zu feiern(=

den nächsten Tag hab ich dann nur halb an den Konferenzen teilgenommen und mir mit einer zu großen, das heisst einer sich zu langsam fortbewegenden Gruppe, Granada angeschaut. Ich liebe die Stadt und der ausblick auf die Schneebedeckte Sierra Nevada... Herrlich.. (siehe mein Studivz-profilbild(-;) Dazu noch wunderbar warmes Wetter und nette Leute. Was will ich mehr???


Am Abend durfte ich dann Martin aus Greifswald treffen und zwei Welten prallten für mich zusammen. Obligatorisch wieder einmal Tapas essen und dann durfte ich mich auch mal in einer Karaokebar ausprobieren. Wenn man sich nur hören würde, wär das ganze ein wenig leichter(-;

Die Müdigkeit kam nach drei Tagen Schlafmangel nicht mehr und das musste dann ausgenutzt werden, mit Tanzen und Trinken. Die „Chupitos“(Shots) find ich einfach mal richtig lecker hier. Am liebsten mag ich Wodka mit Malibu und Brombeersirup... Hmm((=


Die Rückfahrt nach Cádiz war statt von vielen Unterhaltungen eher von schlafenden, müden Menschen dominiert und die Klimaanlage war diesmal auch etwas wärmer. Plötzlich wach waren erst alle, als wir in Gibraltar einen Bordstein mitnahmen. Ein unheilvolles Geräusch beim Fahren und eine Vordertür, die nicht mehr schloss, waren die Folgen. Als dann beim Untersuchen des Busses ein mehr als Faustgroßer Stein unter der Tür herausgeholt wurde und das Klimaanlagenwasser auslief, bezweifelte ich ernsthaft die baldige Weiterfahrt nach Cádiz, aber die kundigen Hände der Beiden Busfahrer und ein unglaublich großes Stemmeisen, mit dem die Tür wieder zurechtgebogen wurde, sorgten dafür, das wir gut ankamen. Weshalb wir aufsetzten, hab ich nicht verstanden, ich glaub wir sind zu schnell über einen „Toten Polizisten“ gefahren...


Ein wunderschöner Ausflug und hoffentlich der Auftakt zu vielen vielen Ausflügen mehr, ich hab Lust, mehr als nur Cadiz zu sehen. Ich muss noch deutlich mehr Spanisch lernen, den Basken, der mitwar, hab ich so gut wie kaum verstanden, nur die „generelle Idee“, wie ich ihm antwortete, als er mich fragte, ob ich überhaupt etwas versteh.
Und was ich noch gelernt hab: Spanier lieben Witze. Schon auf der Hintour wurde das Bus-Mikro für diverse Scherze und Witze missbraucht, und die Rücktour war schlimmer. (-;

Völlig fertig und zufrieden bin ich jetzt und schwänze grad die Uni, eine Stunde Uni wägt sich nicht mit 2 h Fahrt zur Uni auf... Ausserdem war heute der Tag, an dem ein großer Flohmarkt direkt vor meiner alten Wohnung ist. Musste ich mir auch mal anschaun.(-;


Ich hoffe euch geht’s gut und ich schicke euch Sonne
Die Hannah
 

von Minina
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Monday, 27. october 2008 1 27 /10 /Okt. /2008 15:18
D ie Woche fliegt hier dahin, irgendwie vegeht die Zeit hier schneller als in Deutschland---dabei haben wir doch grade eine Stunde geschenkt bekommen??? 


In Cadiz war grad ein kleines Theaterfestival, weshalb ich dieses Wochenende mehr als üblich unterwegs war. Konnte mich teils gar nicht mehr errinnern, was ich gemacht hab, weils so viel war... Reizüberflutung(=

Mittlerweile hab ich ganz liebe Spanier kennengelernt, mit denen ich viel mache. Mercé, Belén und Maria, Sara und Horche sind alle aus unterschiedlichen Teilen Spaniens und machen auch “Erasmus” in Cadiz. Das ist ein Programm, mit denen die Spanier ihr eigenes Land erkunden können... aber schon seltsam. Wenn woanders hin, dann doch richtig, oder???


Aber ich finds gut, weil sie genauso wie ich und die anderen Erasmus´ Anschluss suchen und ihr Interesse für Reisen auch nicht nur auf den nächstgelegenen Strand bezieht.


Ich muss schon sagen, mein Eindruck ist, das die Gaditaner ein wenig faul sind. Auf Ihrer Insel bleiben und nicht wirklich raus kommen. Die Brücke, über die ich jeden Morgen muss, scheint die Grenze zu sein---
Nun gut, ich sollte mal nichts sagen, ich bin dieses Wochenende das erste Mal rausgekommen aus Cadiz. Hab bisher noch keine einzige Reise gemacht, und die Fährfahrt von Cadiz an die andere Seite der Bucht schien mir eine kleine Weltreise mit einer Schulklasse voll Erasmus(=. Samstag früh sind wir mit einem Katamaran rübrgefahren, 3 Deutsche(wie auch anders in Cadiz), 1 Italienerin und 2 Französinnen. Die Stadt war lang nicht so schön wie Cadiz, aber ich war mal wieder, nach bestimmt 2 Monaten, im Wald. Da merkt man erst mal, wie es einem Fehlt. Was mir nicht gefehlt hat, sind die Mücken. Scheinbar waren wir die erste Beute nach Jahren, so haben die Sch**ßviecher sich zumindet auf uns gestürzt. Völlig zerstochen schauten wir dann aus dem Pinienwald auf die Rettung: den Strand. Also erst mal 3 h am Strand rumliegen, quatschen und lachen, in der Stadt gabs ja eh nichts zu sehen und ab ins Wasser. Ich fands nicht kalt, die anderen schon und schlichen am Wasser lang wie auf Beute wartende Tiger. Mutig rannte dann eine Deutsche aus Wasser los, rechnete nur nicht mit dem Schlick und packte sich erst mal gutgehends auf die **esse. Alles nicht so schlimm, wenn sie sich nicht dabei den Oberschenkel gezerrt hätte. Also noch mal rumliegen am Strand, diesmal obligatorisch.

Völlig fertig von der Sonne und vom Nichtstun dann noch mal in die Stadt und wieder auf die andere Seite der Bucht mit dem Boot, um das Theaterspektakel an der Kathedrale in Cadiz zu sehen...


Eigentlich hatte ich gar keine Lust mehr auf Theater, nachdem ich am Abend zuvor 1 h einem saufenden, fetten Schauspieler in Unterhosen unter einem Weinfass hab liegen sehen, aber was soll man machen, Gruppenzwang...

Der Säufer ---das Stück könnte wirklich so heissen, hatte nur ein Thema: betrunken sein... und seine etwas absurden Träume --- flach. Und ich glaube, die Menschen, die das toll fanden, haben einen nicht existierenden tieferen Sinn in dem Stück sehen wollen.


Im Gegensatz zu dem Theater an der kathedrale. Überall Feuer, Feuerwerk und Riesige Pappmachéfiguren, die dann teils angezündet wurden, oder auch einfach als Kulisse dienten. Cool fand ich, das die Wege der Schauspieler immer mitten durchs Publikum führten und man ab und zu vor knallenden oder brennenden Requisiten flüchten musste. Haha, Kinder fandens teils nicht so lustig und schrieen und heulten, weil die Reizüberflutung schon heftig war. Das ganze war aber nicht nur Spektakulär gross, sondern auch mit subtiler und auch offensichtlicher Kritik. Die Politiker wurden Riesige Pappmachéklos gesteckt, abstrahierte Euro und Dollarmünzen angefackelt und simbolisch Menschen in Kisten, als Ware, gesteckt. Man wusste ziemlich immer war gemeint war, obwohl so gut wie gar nicht geredet wurde.


Danach wa ich mit den Spaniern und Italienern noch ein Bierchen trinken, so wie immer also(=

Italiener sind wagemutiger als Deutsche, oder zumindest sicher als ich, Lisa zündete dann auf dem Rückweg über den Theaterplatz die liegengebliebenen Böller. Normale würd ich ja auch zünden und der Geruch ist auch cool, nur das waren Böller, superklein, aber superlaut, und – mit einer Zündschnur von etwa ¼ Sekunde. Das heisst, am Boden zünden, Ohren zuhalten eine Unmöglichkeit. Ich stand etwa 3 meter entfernt und drehte mich mit zugehaltenen Ohren gegen die Explodierenden Böller...Bin halt ein Weichei...(=


Die Sonntage sind hier generell ziemlich ruhig, und die Bar “La Isleta” gefällt mir, Livemusik, nette, gechillte Menschen, Jamsessions... da kann man dann mal, nachdem man sich am Stand gesonnt hat, vorbeischaun--- ich glaub das ist hier meine Lieblingsbar(= Leute jeglichen Alters, Kinder, Musiker und keine Stühle, so das viele einfach auf dem Boden sitzen. 
Vielleicht hab ich irgendwann mal den Mut, auch das Mikro in die Hand zu nehmen... mal schaun.(-;
von Minina
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